Tagesgeschehen vom Sonntag, 27. Juni 2021

Kinderkonferenz

Die Kinderkonferenz durfte auch bei dieser digitalen Konferenz nicht fehlen.

Über ZOOM hatte sich zahlreiche Kinder, Familien und Gemeinden zugeschaltet, um mit der „Regenbogenstraße“ einen heiteren und nachdenklichen Vormittag zu erleben.


Ihr seid das Salz der Erde

Konferenz endet mit dem Sendungsgottesdienst – das neue Konferenzjahr beginnt

Als BortnjanskijsEhre sei Gott in der Höhe“ im Backhaus erklang und sich auf dem Gelände von Schwarzenshof ausbreitete, weitete sich der ohnehin längst blau erstrahlende Himmel. Die klare Sopranstimme von Daniela Gerstenmeyer (Gemeinde Erfurt), begleitet von Jürgen Härtig (Erfurt) am Piano, verlieh dem Sendungsgottesdienst einen angemessenen Glanz. 

Kirche lebt in einer intensiven Beziehung zu ihrer Umwelt

Bischof Harald Rückert wählte für den Abschluss der Ostdeutschen Jährlichen ein Wort aus dem Matthäusevangelium. „Ihr seid das Salz der Erde… Ihr seid das Licht der Welt.“ (Matthäus 5,13-15). Nach einer inhaltlich facettenreichen Konferenz kam der Auftrag der Kirche nochmals in den Fokus. „Gehalten durch Christus – Herausforderungen einer intensiven Beziehung“, dieses Thema habe die Konferenz beschäftigt und sie habe dabei viele kircheninternen Themen diskutiert. Jesus spricht seine Kirche auf eine andere intensive Beziehung an. Kirche lebe in einer intensiven Beziehung zur ihrer Umwelt. Dabei sieht Bischof Rückert allen Grund, dass die Kirche bescheiden auftritt. In ihrer Geschichte wäre die Kirche immer wieder an der intensiven Beziehung zu ihrer Umwelt gescheitert und hätte Schuld auf sich geladen. Der Satz „Ihr seid das Licht der Welt“ gewinne nur Kraft, weil Jesus Christus Schuld vergibt. Der Satz „Ihr seid das Salz der Erde“ habe nur Bedeutung, weil ihn Jesus spricht. Er traue einer Kirche zu, die nicht systemrelevant ist, die für alle Welt relevante Botschaft weiterzusagen. „>Salz sein< heißt wahrnehmen, was um uns herum geschieht und Fürbitte zu üben. Wir können unsere Würzkraft für die Welt erhalten, wenn wir zuverlässig beten. Daraus wird Wirkung erwachsen.“ sagte Bischof Harald Rückert. Er lenkte damit den Blick der Konferenzgemeinde auf das eigentliche Wesen der Kirche, dass sich sorgt um die Menschen und nicht um sich selbst. Die Erinnerung, wer wir sind, sei unverzichtbar. Die intensive Beziehung zu Christus führe zu einer intensiven Beziehung zu unsere Umgebung. Diese Beziehung könne sich niemand entziehen. Mit Paulus sagte Bischof Rückert, „Stellt euch nicht dieser Welt gleich“. Nur so könne die Kirche Licht der Welt sein.

Familie Buchold für Missionsdienst in Südafrika gesegnet

Einen besonderen Höhepunkt des Sendungsgottesdienstes erlebte die Konferenzgemeinde mit der Aussendung von Annekathrin und Matthias Buchold (Leipzig Kreuzkirche) in den Dienst der Weltmission.

Annekathrin Buchold ist Sozialarbeiterin und Musiktherapeutin. Im vergangenen Jahr leitete sie eine Chorbegegnungsreise nach Südafrika. Dabei wurde deutlich, welches Potential die Methodistische Kirche im Südlichen Afrika (Methodist Church in Southern Africa, MCSA) in diesem Bereich hat. Gleichzeitig war erkennbar, dass in den Bereichen Musik und Arbeit mit Jugendlichen viel zu koordinieren ist. In diversen Gesprächen mit Purity Malinga, Leitende Bischöfin der MCSA, sowie dem Generalsekretär und der Missionsabteilung der Kirche wurde ein Konzept entwickelt, wie dieser Bedarf mit Hilfe der EmK-Weltmission gedeckt werden könnte. Die EmK-Weltmission entwickelte dafür ein neues Projekt. „In Südafrika möchten wir mit Hilfe von Musik-, Chor- und Sozialarbeit Brücken bauen, Versöhnungsarbeit leisten und Chancengleichheit fördern.“ beschreiben Annekathrin und Mattias Buchold ihren zukünftigen Dienst. Matthias Buchold ist ebenfalls Sozialarbeiter und wird voraussichtlich im Bereich der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen tätig sein. Zusammen mit den drei Kindern, Albert, Vincent und Stella, wird die Familie voraussichtlich noch im Herbst 2021 zu einer mehrmonatigen Vorbereitungszeit an das in Mittelengland gelegene Cliff College aufbrechen. Der Start in Südafrika ist für Anfang 2022 geplant. Der Ort für den Einsatz ist der Großraum Johannesburg. Dort möchten Bucholds „Begegnungen schaffen, in denen Gottes Liebe zu spüren ist und Unterschiedlichkeit zu einer gegenseitigen Bereicherung werden kann.“  

Bischof Harald Rückert dankte Ehepaar Buchold und deren Kindern für ihre Bereitschaft, sich für einen Dienst in einer der EmK-Partnerkirchen aussenden zu lassen, um ihrer Berufung zu folgen. »Trotz sorgfältiger Planungen und Vorbereitungen bleibt dies immer ein mutiger Schritt«, sagte er zu ihnen und wünschte der ganzen Familie »die Erfahrung, dass im vertrauensvollen Aufbrechen Gottes Segen in besonderer Weise erfahrbar ist«. Die Aussendung von Familie Buchold wurde von dem Leiter der EmK-Weltmission Frank Aichele und Missionssekretär Thomas Günther geleitet. Mit den Worten aus dem Kolosserbrief „Lasst nicht nach im Beten, werdet nicht müde darin und tut es immer mit Dank! Betet dabei auch für uns, dass Gott uns eine Tür öffnet für seine Botschaft. (4, 2.3, Gute Nachricht) wurde Familie Buchold für den bevorstehenden Weg gesegnet.

Dienstzuweisungen und Sendung

Der Verlesung der Dienstzuweisungen für das neue Konferenzjahr stellte Bischof Harald Rückert ein Wort aus dem Johannesevangelium voraus (schriftliche Fassung): „Jesus Christus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.“ Er erinnerte damit an die intensive Beziehung zu Jesus Christus, die den gemeinsamen Dienst der Pastoren, Pastorinnen, der anderen hauptamtlich Mitarbeitenden und der Schwestern und Brüder in den Gemeinden prägt und fördert und zum Salz der Erde und Licht der Welt bestimmt.

Die Dienstzuweisungen wurden mit wenigen Veränderungen ausgesprochen. Bei drei Bezirken erklang der Hinweis „zu besetzen“. Die Bezirke Zwönitztal, Schönheide/Stützengrün und Lößnitz werden sich im neuen Konferenzjahr einer Vakanz oder Teilvakanz stellen müssen. Die Verantwortlichkeiten sind aber gut geregelt. Auch die Aufgabe der Beauftragung für die Arbeit mit Ausländern bleibt zu besetzen. Dankbar nahm die Konferenz zur Kenntnis, dass auch wieder neue Namen auf der Liste zu finden sind (siehe Bericht „gedenken – danken – begrüßen“ vom Freitag).

Mit Ende des Sendungsgottesdienstes vertagte sich die Ostdeutsche Jährliche Konferenz bis zum 26.-29. Mai 2022. Es besteht die Hoffnung, dass sich dann die Konferenz zu einer Präsenzveranstaltung auf Schwarzenshof treffen wird.

Informationen zur EmK-Weltmission >>>

Informationen zu Daniela Gerstenmeyer >>>

Dienstzuweisungsliste OJK 2021 >>>


Von der Tagung berichteten ihnen:

... sowie Konferenzfotografin Tabea Fuchs und Kai Süß (AK Internet).