Willkommen zur Ostdeutschen Jährlichen Konferenz vom 4. bis 7. Juni 2026 in Plauen
Ja! Ich will. Gott helfe mir.
Sind wir denn vorm Traualtar oder bei Martin Luther, der seine Schriften nicht widerrief, sondern auf dem Reichstag zu Worms gesagt haben soll: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“?
„Ja“, das kleine Wort, öffnet einen Raum. In der heutigen Zeit erleben Menschen oft Ablehnung, Verneinung und Dunkelheit. Der Umgang untereinander ist nicht selten destruktiv. Als ich diese Zeilen verfasse, herrscht Krieg.
Ein „Ja“ ist so ganz anders. Es öffnet sich etwas. Zukunft entsteht. Es wird sich auf etwas eingelassen. „Ja“ ist weniger ein Gefühl als vielmehr eine klare Entscheidung. Wie der Nachsatz betont, ist es eine Willensentscheidung.
Der Mensch kann mit seinem „Ja“ auch scheitern. Das zeigen nicht nur die Scheidungsraten, sondern auch die Geschichte des Gottesvolkes, das den Bund mit Gott immer wieder verlassen hat. Deshalb ist der letzte Satz in unserem Motto „Gott helfe mir.“ so wichtig.
Wir sind auf seine Hilfe angewiesen. Der Wille ist oft da, aber die eigene Kraft und das Durchhaltevermögen sind oft schwach. Unser „Ja“ soll und kann deshalb nur ein gottgetragenes „Ja“ sein, weil wir um uns selbst wissen.
Der Bau der Erlöserkirche in Plauen war für die Umgebung ein „Ja“, eine Zukunft. Nach der Zerstörung im Krieg war es das erste bzw. eines der ersten neu errichteten Gebäude. Mitten im Schutt und in der Zerstörung entstand etwas Neues, ein „Ja“ zur Zukunft, zur Hoffnung. 1954 wurde es eingeweiht.
Die Plauener sind spitze im wahrsten Sinne des Wortes, denn vor allem auch durch die Plauener Spitze sind sie weit über die Vogtlandgrenzen hinaus bekannt. Die Geschwister vor Ort bereiten aber nicht allein vor. Die Verantwortung liegt beim Vogtlandkonvent.
Gemeinsam haben wir ein „Ja“ gefunden. Wir wollen. Ob es uns gelingt? Mit Gottes Hilfe!
Wir freuen uns auf die Tage der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz, auf viele Gäste und inspirierende Begegnungen.
Im Namen des Vogtlandkonvents
Matthias Zieboll