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Zwickau - traditionsreicher Konferenzort

     1974

Konferenz um einen vollen Tag kürzer

Die Jährliche Konferenz vom 23. bis 26. Mai tagte unter Vorsitz von Bischof Armin Härtel. Zum ersten Mal begann die Jährliche Konferenz erst am Donnerstag. Die Kürzung um einen vollen Tag wurde erreicht, weil nicht die Berichte aller Ausschüsse auf der Tagesordnung standen. Für die meisten der Ausschüsse war künftig ein Zweijahresrhythmus in der Berichterstattung vorgesehen.

Die Konferenz erlebten Gäste aus sechs verschie¬denen Staaten mit, ihnen voran Bischof Eric A. Mitchell von der Methodistischen Kirche Indiens. Er brachte eine von Dorfbewohnern seines Sprengels kunstvoll aus Messing gearbeitete Kollektenschale als Geschenk mit und übermittelte auch die Grüße des Bischofsrates der weltweiten Vereinigten Methodistischen Kirche. Des weiteren waren Vertreter der methodistischen Kirchen aus Polen, Ungarn, der CSSR, aus Großbritannien und Schweden dabei, selbstverständlich aus westdeutschen Jährlichen Konferenzen.

Die Jährliche Konferenz verabschiedete eine theologische Grundsatzerklärung zur Evangelisation. Sie gab den Gemeinden wichtige Impulse für das vom Weltrat Methodistischer Kirchen vorgeschlagene Jahr besonderer evangelistischer Verkündigung 1975. In ihr hieß es, dass die meisten Menschen faktisch ohne das Evangelium leben. "Aus diesem Grunde macht es sich notwendig, vom Glauben verständlich und situationsbezogen zu reden. Diese Sprache finden wir, wenn wir uns auf die Fragen und Lebensformen Andersdenkender einlassen (1. Kor. 9, 19 ff.). Wir schlagen vor, offene Gesprächsabende zu bilden... Außerdem sollte versucht werden, Christen zu sammeln, die durch ihre Tätigkeit in einem Lebensbereich zueinander Kontakt haben. Diese Sammlung sollte möglichst in enger Zusammenarbeit mit anderen Kirchen geschehen."

Volle Parität zwischen Pastoren und Laien

Die Jährliche Konferenz setzte für sich einen Beschluss der Generalkonferenz in Kraft, mit dem die volle Parität zwischen Pastoren und Laien der Jährlichen Konferenz eingeführt wurde. Der Gedanke, sich wegen der dadurch stark anwachsenden Zahl der Konferenzmitglieder in zwei Jährliche Konferenzen zu organisieren, fand jedoch nur ganz geringen Widerhall.

Weg ins Predigtamt neu geordnet

Der künftige Studiengang eines Predigtamtskandidaten wurde auf fünf Jahre mit 10 Semestern festgelegt. Dazu hieß es: "Für die Ausbildungszeit am Theologischen Seminar der Kirche sind einige Praktika vorgesehen; nach dem ersten Jahr ein Praktikum von sechs Wochen in einer diakonischen Einrichtung. Im zweiten Studienjahr ist der Einsatz bei zwei Rüstzeiten für Kinder, Jugendliche oder Studenten vorgesehen. Im dritten Studienjahr muss ein Gemeindepraktikum von einem halben Jahr absolviert werden, und nach dem vierten Studienjahr hat der Student die Urlaubsvertretung für einen Pastor zu übernehmen." Das hauptamtliche Praktikum vor der bislang vierjährigen Studienzeit - die "Gehilfen"-Zeit - wurde abgeschafft.

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