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Illustration von Kees de Kort, © Kees de Kort, aus: Bartimäus. Reihe: Was uns die Bibel erzählt, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart

Tagesberichte vom Freitag

„Ich will reden, was der HERR mir sagen wird.“

Bibelarbeit zu 1. Kön 22, 1–28

Am Freitag Morgen nahm uns Dr. Beauty Maezanise, die Dekanin der Africa University, mitten hinein in eine Geschichte, in der es um die vielfältigen Konflikte geht, die durch die menschlichen Entscheidungen für oder gegen
Gottes Willen entstehen.

Dr. Maezanise spitzte die Fragestellung des Textes in eindrücklicher Weise auf die Entscheidung Michas zu, zu reden, was der Herr ihm sagt, oder dem König Ahab mit seinen Kriegsplänen nach dem Mund zu reden. Micha, der wahre Prophet, schwört bei Gott, nur zu sagen, was dieser ihm sagen wird. Aber angesichts der Übermacht der vierhundert Lügenpropheten und angesichts der Gefahren entscheidet er sich zunächst dagegen und wiederholt die Lüge der vierhundert Propheten.  Erst als der König selbst auf die Wahrheit besteht, entscheidet sich Micha, doch noch Gottes wahren Willen zu verkünden und ... landet im Gefängnis.

Genauso wie Micha damals steht die Kirche auch heute vor der Herausforderung des Kampfes zwischen Lüge und Wahrheit. Sind wir bereit auch gegen Mehrheiten zu sagen, was Gott uns sagen wird?

Dr. Maezanise veranschaulichte diese Herausforderung mit Erfahrungen, die sie in einer Beauftragen in der UN machte:
Wenn günstigere Medikamente zur Behandlung von AIDS gegen die Unterstützung bei Entscheidungen anboten werden, die der eigenen Glaubensüberzeugung widersprechen, wird die Entscheidung für die Wahrheit schwer.

 Dr. Maezanise schaffte es, die alttestamentliche Geschichte als Herausforderung für die Gegenwart lebendig werden
zu lassen. Antworten wir auf die Frage: „Wen soll ich senden?” „Hier bin ich Herr. Bin ich es?”


Grußstunde

In der traditionellen Grußstunde richteten Sup. Eberhard Dittrich (ELK Sachsen), Dekan Pater Andreas Hohn (Röm.-kath. Kirche), Pastor Helmut Trowitzsch (Elimgemeinde), Pfarrer Christoph Hartmann (Herrnhuter Brüdergemeine), Landrat Christian Otto und Oberbürgermeister der Stadt Zwickau Dietmar Vettermann das Wort an die Konferenzgemeinde.

 

 


Die persönlichen Beziehungen sind entscheidend

Andreas Hertig (Konferenzsekretär für Evangelisation) betont in seinem Arbeitsbericht die Notwendigkeit des Glaubensgesprächs in der Gemeinde und der persönlichen Kontakte über die Gemeindegrenze hinaus. „Im persönlichen Leben bedeutet das: Zeit und Raum für die Begegnung mit Menschen reservieren.“ Das sei die Basis, auf der sich Menschen in eine christliche Gemeinde und zum Glauben einladen lassen. Statistische Untersuchungen zeigen, das 80% derer, die neu zur Gemeinde kamen, den Weg über persönliche Kontakte gefunden haben. Beziehungen von Angesicht zu Angesicht brächten mehr als anonyme „Briefkastenwurfaktionen.“  


Superintendenten berichten gemeinsam

Es ist nicht das erste Mal. Aber langsam sind die beiden eingespielt: Unsere Superintendenten. Und das ist gut so. Heiße Eisen lassen sich schließlich gemeinsam besser anfas-sen und schmieden. Dazu gehört die umfangreiche Vorlage für die Dienst-gespräche zwischen Pastor/in und dem Ausschuss für Zusammenwir-ken. Interesse weckt auch ein langes Zitat aus dem gemeinsamen (!) Be-richt der Superintendenten des NJK. Im Mittelpunkt steht dabei das des Verständnis von Berufung: „Wir halten es für einen Irrweg…, wenn Menschen in unserer Kirche und Dienstgemeinschaft den Aspekt individuell empfundener Gewissheit dem der Verbindlichkeit kirchlicher Entscheidungsstrukturen qualitativ vorordnen.“ 


Dankbare Jubilare

Am Freitagabend wurden in der vollen Friedenskirche Jubilare geehrt, der Dienst der Pastoren gewürdigt, welche in den Ruhestand versetzt werden, es wurde zwei Brüdern für ihren langjährigen Dienst gedankt, es wurden Mitarbeiter aus der OJK verabschiedet und neue Mitarbeiter begrüßt. Umrahmt wurde der Abend vom Ökumenischen Posaunenchor, der Orgel, dem Jugendchor und einem Duett, welches aus Klavier und Trompete bestand.

Würde man alle Dienstjahre der 8 Jubilare zusammenrechnen, so käme man auf 385 Jahre.

Leider konnten nicht alle Jubilare an der Ehrung teilnehmen. So Pastor Johannes Baumgartl (65 Dienstjahre) und Pastor Siegfried Bochmann (60 Dienstjahre).
Eine kurze Ansprache hielt stellvertretend für alle Jubilare Pastor Horst Martin (60 Dienstjahre).
Zu den weiteren Jubilaren zählten Pastor Ernst Beier und Pastor Siegfried Rex mit jeweils 50 Dienstjahren. Eine besondere Erwähnung durch die Bischöfin fand Bischof Dr. Rüdiger Minor (50 Dienstjahre). Auf 25 Dienstjahre konnten sowohl Pastor Bernt Förster als auch Pastor Stephan Ringeis schauen.  

Dieter Kießling wurde für seine 31-jährige Konferenztätigkeit gedankt, wobei er die letzten Jahre als Konferenzlaienführer tätig war. Günter Hofmann konnte auf eine 8-jährige Tätigkeit als Distriktslaienführer zurückschauen, wobei er schon wesentlich länger Konferenzmitglied war.

Die Pastoren Klaus Straka und Andreas Wiederanders wurden in den Ruhestand verabschiedet.

Ulrike Salzgeber verlässt nach 3 Jahren Dienst in Leipzig die OJK. Sie wird sich in der Nähe von Karlsruhe beruflich weiterbilden.
Claudia und Thomas Günther werden am Sonntag im Ordinationsgottesdienst in die Mission ausgesendet. Thomas bleibt aber der OJK erhalten, auch wenn er mit seiner Frau Claudia im fernen Afrika seinen Dienst ausüben wird. Die beiden wurden an diesem Abend verabschiedet.

Last but not least – die Neuen!
Stefanie Frank wurde zum Studium am Theologischen Seminar in Reutlingen und Michael Kropff zum Weiterstudium an einer anderen Lehranstalt empfohlen.
Jan Pötzscke wechselt vom Status des Praktikanten zum Pastor auf Probe.
Matthias Zieboll und Katrin Schneidenbach werden in die volle Verbindung der Konferenz aufgenommen und werden am Sonntag ordiniert.

Durch den Abend führte feierlich Bischöfin Rosemarie Wenner.