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Berichte vom Mittwoch


Gewissheit mit Blick auf Jesus Christus suchen

Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche ist in Beratung


Laienmitglied Klaus Heidler begrüßt die Bischöfin im Sehmatal

Bischöfin Rosemarie Wenner hat heute die 39. Tagung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz Cranzahl eröffnet. Mit den Worten "Was wir reden, hören und entscheiden, das geschehe im Namen Gottes, der uns leiten will durch seinen Heiligen Geist." begrüßte die Bischöfin die rund 250 Delegierten der Konferenz. Bezug nehmend auf das Thema der Konferenz "…wieder gewiss gemacht" erinnerte sie an die Gefahr falscher Sicherheiten. Zuerst müsste unser Blick auf Jesus Christus neu ausgerichtet werden, der sein Leben allen Unsicherheiten ausgesetzt hat, um das Leben mit uns zu teilen.
Mit dem Lied "Lob Gott getrost mit Singen" ging die Konferenz zuversichtlich in die Beratungen bis Samstag.


Frage: Erwarten wir von dieser Konferenz gewisser zu werden?

Bischof Dr. Minor spricht von Jeremias verzweifelter Liebe

„Dieser Gottesdienst war ein wohltuender, ein vergewissernder Auftakt unserer Konferenz“ hörte man am Abend des Eröffnungsgottesdienstes. Die Ruhe, die Beschränkung auf das Wesentliche, keine ausgedehnten Grußworte schufen Raum für das Entscheidende: die Begegnung mit Gott und seinem Wort. Bischöfin Rosemarie Wenner betonte deshalb auch treffend, „Im Turnerheim arbeiten, üben wir, hier in der Himmelfahrtskirche tanken wir auf.“

Für Bischof Dr. Rüdiger Minor war es eine doppelte Freude, die Predigt zu halten. Dankbar sieht er sich gemeinsam mit seiner Frau als „Spätheimkehrer“ und überhaupt: Eine Jährliche Konferenz erfreue sein Herz. In seiner eindrücklichen Predigt über Jeremias Klage (15, 10.15-21) fragte er die Konferenzgemeinde: „Erwarten wir von dieser Konferenz gewisser zu werden?“ Mit Jeremias Situation, die einer verzweifelten Liebe gleichkommt („Jeremia steht zu seiner Berufung und zugleich verwünscht er sie“), erinnerte er an die Anfechtungen im Dienst für Jesus Christus, die nicht unbedingt die Schlechtesten und Schwächsten heimsuchen. Die Klage, „Gott ist der Treulose“, ist vielen innerhalb der Kirche nicht fremd. Dabei war es Jeremias Los, dass er sich ebenso mit seinem Volk verbunden sah, wie er auch unter seinen Brüdern und Schwestern litt. Gott begegnete Jeremias Klage mit einem Tadel: „Wenn du dich zu mir hältst, so will ich mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben“. Jeremia hatte sich gerade im Leid von Gott abgewendet. Gott wendet sich ihm zu, allein daraus erwächst Gewissheit im Dienst.


Bischof i.R. Rüdiger Minor


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