Liebe Konferenzteilnehmer, liebe Gäste,

die Abbildung einer Ruine auf der Titelseite des Konferenzprogramms – das ist zumindest ungewohnt. Das Foto entstand vor 60 Jahren, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. Es zeigt die Überreste der am 19. März 1945 durch einen Bombenangriff fast vollständig zerstörten Christuskirche. Der Verlust ihres Gotteshauses schockierte die Planitzer Methodisten zutiefst. Das imposante Gebäude, das weithin sichtbar das Stadtbild am Oberplanitzer Markt mitgeprägt hatte, war doch erst 15 Jahre zuvor fertiggestellt und in Dienst genommen worden. Nach einer Kriegsnacht lag es in Schutt und Asche.

„Wer sagt dir, dass du sicher bist?“ werden wir uns fragen lassen bei den Gelegenheiten zur Besinnung während der Tagung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz 2005 in Planitz. Keine rhetorische Frage, deren Beantwortung sich erübrigen würde. Vielmehr eine Frage nach dem, dessen Wort uns unbedingt angeht und dem allein wir trauen sollen.

Während der Bombardierung vor 60 Jahren hielt sich das Kirchnerehepaar in der Christuskirche auf. Es überlebte den Angriff in den einzigen nicht eingestürzten Räumen unter dem Kellergeschoss. Zeitzeugen sagen, es sei einem Wunder gleichgekommen, wie beide aus dem Trümmerberg einen Weg ins Freie fanden.

Nach dem Krieg fasste die Gemeinde den Mut zu einem Neubau. 1953 konnte an der Stelle der zerstörten die neue Christuskirche geweiht und in Dienst genommen werden. Inzwischen feierten wir dankbar und nachdenklich das 50jährige Kirchweihjubiläum. Zu dem Anlass haben wir unser Kirchgebäude 2002 einer gründlichen Innenrenovierung und 2004 der nötigen Außensanierung unterzogen.
Und nun freuen wir uns, Gastgeber der Jährlichen Konferenz 2005 sein zu dürfen. Gern bemühen wir uns, zu einem guten Gelingen der Tagung und einem angenehmen Aufenthalt in Zwickau-Planitz beizutragen und heißen unsere Bischöfin Rosemarie Wenner, alle Konferenzmitglieder, Gäste und Freunde in unserer Mitte herzlich willkommen.

Im Namen des Gemeindebezirks Zwickau-Planitz
Jörg-Eckbert Neels, Dorothea Föllner
Michael Gerischer, Gert Mehlhorn